Info-Videos ASPHALT

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Video 1

ASPHALT - Absolute Viskosität von Asphalt

Kurt Schellenberg berichtet über die Forschung in seinem Institut zur absoluten Viskosität von Bitumen, modifizierten Bitumen und Asphalt.

Ab den 1990er-Jahren entwickelte er mit seinem Team einen Zug-Retardationsversuch, das ReVis-Verfahren, das die absolute Viskosität über einen großen Temperaturbereich von Minus- bis Plusgrade exakt messen kann. Dieses Prüfverfahren liefert präzise Regressionsgeraden, mit denen sich die Temperaturempfindlichkeit und Qualität dieser Materialien zuverlässig bestimmen lässt.

Trotz anfänglicher Skepsis wurde das Verfahren wissenschaftlich anerkannt und sogar von der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen übernommen.

Kurt Schellenberg zeigt, dass das ReVis-Verfahren entscheidend dazu beitragen kann, den Asphalt optimal an Klimaeinflüsse anzupassen – ohne zusätzliche Kosten, aber mit großem Zukunftspotenzial.

Video 2

ASPHALT - Modifizierte Bitumen und Herstellung

Kurt Schellenberg erzählt von den Anfängen der Polymermodifikation von Bitumen und den Herausforderungen, Kunststoff und Bitumen zu verbinden.

Nach ersten Fehlversuchen gelang durch dynamische Prüfverfahren – entwickelt in seinem Institut in Rottweil – der Durchbruch zur Verbesserung der Dauerhaftigkeit von Asphalt. Daraus entstand der Rottweiler Pulsator, später weiterentwickelt zur Hydropulsanlage, die die Grundlage moderner Druckschwellversuche in der Asphaltprüfung bildet. Diese Methode bewies, dass polymermodifizierte Bindemittel langlebiger sind und ist nun offiziell in die deutschen Prüfvorschriften aufgenommen.

Video 3

ASPHALT - Lärmminderung mit Asphalt ohne Poren

Kurt Schellenberg berichtet über seine Forschung zur Lärmminderung im Straßenbau durch spezielle Asphaltbeläge.

Während offenporiger Asphalt zunächst gute Ergebnisse liefert, verliert er durch Verunreinigung seine Wirkung. Schellenberg entwickelte daher für den nahezu hohlraumfreien Gussasphalt eine Methode, bei der der Lärm über gezielt abgestimmte Einstreusplitte reduziert wird. In der Schweiz wurde dieses Verfahren erfolgreich angewandt – mit einer dauerhaften Lärmminderung von -4 dB(A) über viele Jahre.

Das Ergebnis zeigt: Auch ohne Poren kann Asphalt lärmmindernd wirken, wenn die Oberflächenstruktur und die Kornform perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Video 4

ASPHALT - Aggressives Wasser zerstört Asphalt

Aggressives Wasser kann Asphaltbeläge erheblich schädigen. Durch eine reduzierte Oberflächenspannung – etwa verursacht durch Schmutz, organische Stoffe oder Umwelteinflüsse – löst sich das Bindemittel von den Gesteinskörnern, wodurch das Asphaltsystem instabil wird.

Besonders hohlraumreiche Beläge sind anfällig, da eindringendes Wasser und Reifendruck den Prozess verstärken. Die Oberflächenspannung des Wassers verändert sich zudem mit der Umgebung, etwa unter verschiedenen Baumarten oder durch längere Liegezeiten in Pfützen. Daher sollte bei der Beurteilung der Straßenschäden auch die Qualität und Aggressivität des Wassers berücksichtigt werden.

Video 5

ASPHALT - Erhöhung der Lebensdauer mit Kalkhydrat

Kurt Schellenberg erklärt, wie durch die Zugabe von Kalkhydrat die Lebensdauer von Asphaltbelägen deutlich verlängert werden kann. Kalkhydrat reduziert die Oxidation des Bindemittels, wodurch der Asphalt weniger versprödet und länger haltbar bleibt.

In der Praxis kann das jedoch zu Problemen zwischen Behörden und Bauunternehmen führen, weil sich das Kalkhydrat im Asphalt chemisch umwandelt und nicht mehr direkt nachweisbar sein kann. Trotzdem bleibt seine Wirkung erhalten und sorgt für eine signifikante Qualitätssteigerung. Schellenberg betont, dass vorausschauende Prüfungen entscheidend sind, um Kosten zu sparen und Straßen dauerhafter zu machen.